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| Bauherr | Kanton Obwalden, Amt für Wald und Landschaft, Abteilung Naturgefahren, Flüelistrasse 3, Postfach 1163, 6061 Sarnen |
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| Projektleitung | IUB Engineering AG (Hauptsitz), Hellgasse 23, 6460 Altdorf |
| Auskunft | Herr Stefan Gisler, Bauleitung, Tel. 041 875 26 39 |
| Leistungen | Baustelleneinrichtung, Baugruben und Erdbau, Wasserbau, Lawinen- und Steinschlagverbauung |
| Bausumme(CHF) | 2.60 Mio. |
| Bauzeit | November 2021 bis Mai 2023 |
| Technische Daten |
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| Auftrag / Vorgehen |
Um zukünftige Überschwemmungen rund um den Sarnersee zu minimieren, beabsichtigt der Kanton Obwalden den Bau eines 6.5 km langer Hochwasserentlastungsstollen. Der Tunnel mit einem Durchmesser von 6 m kann bis zu 100 m3 Wasser pro Sekunde direkt in den Alpnachersee leiten. Das beim Bau dieses Entlastungsstollen produzierte überschüssiges Tunnelausbruchmaterial wird umweltverträglich und kostengünstig für die Aufwertung des Südufers am Alpnachersee verwendet. Die Amtsvariante sah vor, das anfallende Material mittels Förderbändern in den See befördert wird. Dank einer raffinierten Unternehmervariante konnte sich die Eberhard Unternehmungen diesen spannenden Auftrag sichern. Durch intensiven Abbau von Kies und Sand über Jahrzehnte entstanden am Südufer des Alpnachersee Buchten und tiefe Baggerlöcher, wodurch der ökologisch wertvolle Seeuferbereich massiv beeinträchtigt wurde. Beim Tunnelvortrieb fielen pro Laufmeter rund 50 m3 loses Ausbruchsmaterial an, welches anschliessend mittels Lastwagen auf den rund drei Kilometer entfernten Umschlagplatz beim Alpnachersee transportiert wurde. Um dort den Höhenunterschied zu überbrücken wurden «Materialrutschen Typ Eberhard» vorgesehen. Anschliessend konnte das Material mittels Bagger auf knickgelenkte Muldenkipper geladen werden, die den Tunnelausbruch über den bereits geschütteten Damm zur Kippstelle beförderten. Der Long-Reach Bagger verteilt daraufhin das Material und gestaltet Moorlandschaften und Flachwasserzonen, so dass sich darauf im Laufe der Zeit wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna entwickeln können. Die schweren Baumaschinen schufen einen ökonomischen und ökologischen Nutzen und werteten damit das Flussdelta sowie den Natur- und Erholungsraum am Alpnachersee auf. Bei sämtlichen Schüttarbeiten galt es, die hohen Anforderungen betreffend Gewässerschutz, Trübung und Arbeitssicherheit einzuhalten. Dank unserem internen «Know-how» und dem entsprechenden Spezialinventar für Wasserbauprojekten, konnten wir für den Bauherrn diese Leistungen aus einer Hand anbieten und somit unnötige Schnittstellen eliminieren. |
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Eberhard Bau AG |