Deponie Landauer, Areal Niederholz Riehen

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Projektdaten
Bauherr Immobilien Basel-Stadt, Portfoliomanagement, Fischmarkt 10, 4001 Basel
Bauleitung Rapp Infra AG, 4053 Basel
Auskunft S. Schärer, Hochbauamt Basel-Stadt, Roger Kiss, Rapp Infra AG, Susanne Pfenninger, Geotechnisches Institut AG
Leistungen Altlastsanierung
Bausumme(CHF) 9.1 Mio.
Bauzeit 2013 bis 2014
Projektbeschreibung
Tabelle Massen

VeVA-Sonderabfall

54‘000 to

Reaktorstoff

27‘000 to

Material / Inerstoff

27‘000 to

Total

108‘000 to

Bauablauf

Die Sanierungsarbeiten werden als Gesamtleistung der Eberhard Bau AG und der Eberhard Recycling AG ausgeführt. Das Sanierungsziel ist der Aushub des gesamten Deponiekörpers, um die Parzelle anschliessend baulich nutzen zu können. Der Auftraggeber bekommt quasi alles aus einer Hand. Die Eberhard Unternehmungen kümmern sich um die Schnittstellen und übernehmen den Bodenaustausch. Dies beinhaltet folgende Arbeiten: Materialaushub, Materialtriage, Deponierung oder Wiederverwertung der Rückbaumaterialen, Wiedereinfüllung von sauberem Kiessand und verankerte Baugrubenabschlüsse.

In der Phase 1, die im Oktober 2013 startete, ging es um die allgemeine Baustelleninstallation, die Inbetriebnahme der Wasserhaltung mit Aufbereitung, Versickerung und permanente Überwachung sowie um das Erstellen von Baupisten, Bohrplanum und des Triage- und Installationsplatzes. Dieser Platz mit eigener Radwaschanlage für den Baustellenverkehr liegt ausserhalb der erwähnten Parzelle. Um den parzellenscharfen Aushub des Deponiekörpers bis zu einer Tiefe von rund 9 Metern zu ermöglichen, ist der Bau einer dichten und verankerten Baugrubenumschliessung nötig. Denn der unter der angrenzenden Freizeitanlage liegende Teil der Deponie wird vorläufig nicht saniert, nur weiterhin überwacht. Damit das belastete Deponiematerial beim Bohren der Dichtwand nicht ins Grundwasser gelangte, musste in einem ersten Schritt das Deponiematerial im Bereich der Dichtwand durch sauberen Kies ersetzt werden. Anschliessend mischte ein Bohrgerät Bindemittel in die «Kieswand». Damit die Dichtwand rückverankert werden konnte, vibriert ein Rammgerät vor dem Aushärten des Bindemittels Stahlprofile in die «Kieswand» ein.

In der Phase 3 wurden die Aushubarbeiten bis auf eine Tiefe von 5 Metern vorangetrieben. Ab einer Aushubtiefe von rund 3 Metern ist mit Schadstoff- und Geruchsemissionen zu rechnen. Um diese einzudämmen, wird die Baugrubensohle nach Bedarf mit Kunststofffolie oder Aktivkohlematten abgedeckt. Ein Fachbüro begleitete die Aushubarbeiten und führt Rasterbeprobungen durch. Diese mussten vorgängig gut geplant werden, damit bis zum Entscheid der Materialkategorie keine Arbeitsunterbrüche entstehen. Für die Analytik und die Einteilung in die entsprechende Materialkategorie vergehen 5 Arbeitstage. Sollte es trotzdem zu Lagerengpässen vor Ort kommen, erfolgt bis zur Kategorisierung eine Zwischenlagerung der Materialien im BAZB in Birsfelden. Anfang April 2014 erfolgte die Montage eines Schutzzeltes. Um das Austreten von Schadstoff- und Geruchsemissionen zu verhindern, sorgt eine leistungsfähige Abluftreinigungsanlage mit Aktivkohlefilter für eine ausreichende Luftumwälzung im Schutzzelt. Nach dem Abschluss der Überdachung startet Phase 4. Die mit den Aushubarbeiten im Zelt beschäftigten Baumaschinen sind alle mit einer Überdruckkabine mit Schutzbelüftung und einem Gaswarngerät ausgerüstet. War der Deponiekörper ausgehoben, erfolgt eine weitere Baugrunduntersuchung. Diese legt fest, wie weit der darunterliegende, gewachsene Boden abgetragen werden musste, um das Sanierungsziel zu erreichen. Da diese Aushubarbeiten unter dem Grundwasserspiegel lagen, wurde das Grundwasser mit Filterbrunnen abgesenkt. Das Pumpwasser aus der Wasserabsenkung wurde  gereinigt und anschliessend in einem Brunnen wieder versickert. Nach der Beendigung des Bodenaustausches erfolgt das schichtweise Auffüllen der Baugrube mit sauberem Kiessand bis zur vorgegebenen Kote.

Kontakt

Eberhard Bau AG
Telefon +41 43 211 22 10
Postfach
Fax +41 43 211 22 11
CH-8302 Kloten
www.eberhard.ch

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