Zwischen Bülach und dem Eglisauer-Kreisel liegt das 60'000 m2 grosse Areal «Büligrube». 1966 bauten die Gebrüder Eberhard hier erstmals Kies ab. Statt die Grube aufzufüllen und zu rekultivieren, nahm der Kanton Zürich den Standort Widstud 2014 in den Richtplan als Standort der neuen Jagdschiessanlage (JSA) auf. Da alle bisherigen JSA im Kanton Zürich sanierungsbedürftig waren, ergab sich die Möglichkeit, alle Aktivitäten an einem Ort zusammenzufassen. Die Büligrube bietet die Möglichkeit, die gesamte Anlage unter dem natürlichen Geländeniveau anzuordnen und dadurch die Lärmemissionen stark zu reduzieren. Im März 2021 startete die Eberhard Bau AG die Tiefbauarbeiten für die neue JSA Widstud. In einem ersten Schritt mussten im nördlichen Bereich der Grube Ober- und Unterboden abgetragen werden, auf welchem das neue Gebäude mit Verpflegungs- und Theorieraum sowie die Indoor-Schiessanlagen zu stehen kommen. Für die Baugrube triagierten und verluden die Bagger aufgefülltes Material. Gemäss den damaligen gesetzlichen Vorgaben war der gesamte Aushub als Altlast zu entsorgen. Dieser setzte sich aus mit Fremdstoffen wie Beton, Eisen und Holz stark verschmutztem Material zusammen. Die Baugrubensicherung erfolgte mit einer Nagelwand und konventionellen Böschungen. Weiter wurde Material zur Böschungssicherung im Osten mit einer Wirtgenfrässe aufbereitet und anschliessend in Schichten - mit einem ME-Wert von 80-100 - eingebaut. Für die Gebäudefundation wurden Grossbohrpfähle mit einem Durchmesser von 720 mm gebohrt, Mikropfähle bildeten den zusätzlichen Support von Stützmauern, Schiesskanälen und Zielbauwerken. Die JSA umfasst insgesamt sechs Schiessanlagen. Dazu wurde die Büligrube mit sauberem Aushub aufgefüllt und verdichtet. Für Umgebungsarbeiten wurden Substrate wie Kiesschlamm, Lehm und Mergel eingebaut.