Rechenzentrum OIZ Albis Albisriederstr. 199b, 201, 245, Zürich

Referenz-PDF, 287 KB
Sparten Baugrube, Altlastsanierung
Projekt Rechenzentrum OIZ Albis Albisriederstr. 199b, 201, 245, Zürich
Projektdaten
Bauherr Stadt Zürich Amt für Hochbauten
Bauleitung Stadt Zürich Amt für Hochbauten
Auskunft Frau R. Fiechter, Tel. 044 412 11 11
Leistungen Wasserhaltung, Baugrubenabschlüsse, Altlastensanierung, Auffüllung, Baugrubenaushub, Magerbetonsohle
Bausumme(CHF) 5.6 Mio.
Bauzeit Mär-2010 bis Apr-2011
Projektbeschreibung
Technische Daten
Rückbau Bodenplatte 2'500 m3
Wasserhaltung Aktivkohlefilteranlage 2 Stk.
  Leistung 18'000 h/lt.
Baugrubenabschlüsse Spundwandbohlen Teil I 3'400 m2
  Spundwandbohlen Teil II 1'600 m2
  Spriess Aussteifungen 160 t
  Anker 54 Stk.
Baugrube/Erdbau Materialersatz 12'500 m3
  Magerbetonsohle 4'100 m2
  Hinterfüllung 5'500 m3
Altlasten Kontaminierter Aushub 15'500 t
Überdachung Baugrube Zelt 58 x 42 m2
Abluft Aktivkohlefilteranlage 2 Stk. à 15'000 h/m3
Auftrag / Vorgehen

Das Areal in Albisrieden wurde während der mehr als hundertjährigen industriellen Nutzung (u.a. Galvanikbetrieb zur Herstellung von Leiterplatten) mit Schadstoffen belastet. Durch verschiedene Reinigungsaktivitäten gelangte vor allem sogenanntes Perchlorethen – auch bekannt als Tetrachlorethen – über 10 Meter tief in den Untergrund. Gestützt auf technische Untersuchungen und eine Stellungnahme des AWEL, hat die mit der Fachbauleitung Altlasten beauftragte Firma Ecosens aus Wallisellen ein Altlasten-Sanierungskonzept erarbeitet. Wichtigstes Ziel: der Schutz des Grundwassers. Dafür wurden 15‘000 Kubikmeter Material in einem aufwändigen Verfahren ausgehoben und total 14‘000 Kilogramm Perchlorethen fachgerecht entsorgt. Eine 4‘000 Quadratmeter grosse Spundwand sicherte die Baugrube. Die Grube wurde anschliessend mit sauberem Kies aufgefüllt.

Bauphase I

  • Rückbau der alten Bodenplatte

Bauphase II (Terrainvorbereitung / Baugrubenabschlüsse / Wasserhaltung)

  • Parallel zu den Rückbauarbeiten der Bodenplatte wurde die Baugrubensicherung (Spundwände) und die Wasserhaltung Flachbrunnen (Typ Eberhard) erstellt, das Ableiten vom unverschmutzten Grundwasser wurde direkt in die Meteorwasserleitung geführt, das kontaminierte Wasser wurde in der Aktivkohlefilteranlage gereinigt bevor es in die Kanalisation abgeleitet wurde.

Bauphase III

  • Erstellen des Zeltes
  • Um die Mitarbeiter und die Umgebung zu schützen, wurde ein übergrosses Zelt (58 x 42 Meter) über der Baugrube errichtet. Es verhinderte zudem, dass Regenwasser während den Sanierungsarbeiten in die Grube gelangte. Die Zelthalle stand unter leichtem Unterdruck, damit keine Kontaminationen ins Freie gelangen konnten. Zwei Ventilatoren saugten die kontaminierte Luft (30'000 m3/h) im innern des Zeltes ab. Danach wurde die Abluft über die Aktivkohlefilter gereinigt und wieder an die Aussenluft gegeben.

Bauphase IV (Altlastensanierung)

  • Triagierung und Entsorgung von kontaminiertem Aushubmaterial, die Aushubarbeiten wurden durch die Fachbauleitung Altlasten permanent begleitet.
  • Die Bagger (30 to) für die Sanierungsarbeiten waren mit Partikelfilter und einer Überdruckkabine ausgestattet. Ins Zelt kam nur, wer einen Schutzanzug und Schutzmaske trug. Das belastete Material wurde der Erd- und Schotteraufbereitungsanlage in Rümlang zugeführt. Der Transport erfolgte mit LKW die für die Fahrt mit geeigneten Planen abgedeckt wurden. Abwasser musste in die Kanalisation geleitet werden, bis das Sanierungsziel erreicht war.

Bauphase V (Auffüllung)

  • Auffüllung der sanierten Grube mit Wandkies in Schichten ME = MN/m2
  • Spriess und Anker in Etappen ausbauen
  • Spundwand Teil 1 ziehen
  • Demontage Zelt inkl. der Abluftanlage
  • Einbringen der Magerbetonsohle

Bauphase VI (Fertigstellungsarbeiten)

  • Hinterfüllung Bauwerk in Etappen
  • Baugrube: restliche Spundwände ziehen
Kontakt

Eberhard Bau AG
Steinackerstrasse 56
Telefon +41 43 211 22 10
Postfach
Fax +41 43 211 22 11
CH-8302 Kloten
www.eberhard.ch

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