Bei den neuen Fahrzeugen handelt es sich um 2-Achs-Zugmaschinen von MAN mit 3-achsigen Kippsattelaufliegern von Kempf. Die Fahrzeuge verfügen über sechs Batterien mit einer Gesamtkapazität von 480 kWh und erreichen damit eine Reichweite zwischen 300 und 400 Kilometern.
Die Umstellung auf Elektromobilität hat einen direkten Einfluss auf die CO₂-Emissionen: Mit der Elektrifizierung eines Sattelschleppers lassen sich jährlich über 50 Tonnen CO₂-Emissionen einsparen.

Damit künftig weitere Elektrofahrzeuge direkt am Standort geladen werden können, wurde auch die Ladeinfrastruktur im Dienstleistungszentrum in Oberglatt ausgebaut.
Der neue Elektro-Ladetank verfügt über insgesamt 14 Entnahmeschächte mit Ladeanschlüssen. Er wurde von der Ludwig Elkuch AG aus Liechtenstein hergestellt und weist mit einem Durchmesser von 2,2 Metern, einer Länge von 50 Metern und einem Gewicht von 35 Tonnen beeindruckende Dimensionen auf.
Aufgrund seiner Länge musste der Tank für den Transport in zwei Teile von 27 beziehungsweise 23 Metern Länge zerlegt werden. Vor Ort wurden die beiden Hälften mit unserem Sennebogen Raupenteleskopkran entladen und anschliessend durch die Monteure der Technomont GmbH miteinander verschraubt.
Am Folgetag hoben unser Sennebogen Raupenteleskopkran und ein Mobilkran unseres langjährigen Partners Welti-Furrer AG den Tank gemeinsam in die vorbereitete Baugrube.

Nach dem Einsanden des Tanks wurden die Entnahmeschächte montiert. Die gesamte elektrische Installation wird durch die Melcom AG ausgeführt.
Eine Besonderheit der neuen Infrastruktur sind die eigens entwickelten Schachtabdeckungen. Der Ladestecker befindet sich geschützt unter der Abdeckung. Wird der Deckel geöffnet, hebt sich der Stecker aus dem Schacht und kann zum Laden des Lastwagens verwendet werden. Nach dem Ladevorgang lässt sich die gesamte Infrastruktur wieder bodeneben versenken.
Gemeinsam mit Käppeli Logistik AG und den weiteren beteiligten Projektpartnern entsteht damit eine zukunftsorientierte Ladeinfrastruktur, die den weiteren Ausbau der Elektromobilität bei Eberhard ermöglicht.